Helden auf und neben dem Platz

Die unverzichtbaren Helfer beim „Event Heimspiel“ des Göppinger Sportvereins im Uhrzeigersinn: Sportvorstand Ingo Miede mit einem Ticketkäufer, der Mann für die Stadionwurst „Aga“ Eller, Pommes-Verkäufer „Matsche“ Cirfera mit Erich Seidel, am Zapfhahn Uwe Dannenmann und Ordner Alexander Zwicker. Alle Fotos: Giacinto Carlucci. Helden auf und neben dem Platz

Wenn im „Stadion an der Hohenstaufenstraße“ das Flutlicht angeht, ist das nicht einfach der Auftakt eines Fußballspiels, bei dem es um Punkte und Tore geht, es ist vielmehr der Startschuss für das Event „Heimspiel“. Während die Mannschaft die Hauptrolle spielt und der Stürmer als Protagonist die Pille Oscar-reif in den Winkel jagt, sorgen eine Vielzahl von Nebendarstellern abseits des Platzes für das passende Rahmenprogramm und machen so das „Event Heimspiel“ erst möglich.

Die Organisation dafür ist zeit- und personalintensiv. Wer wüsste dies besser als Ingo Miede. Der 56-Jährige ist seit 1974 Mitglied beim 1. Göppinger SV und seit November 2021 Sportvorstand. Als langjähriger Spielleiter der Oberliga-Mannschaft, Kassierer am Kartenhäuschen und Chef des Organisationskomitees bringt er sich zusätzlich mit ganz viel Herzblut im Verein ein. Ingo Miede ist mit Leib und Seele dem Verein verbunden. Besonders stolz ist er auf die Spielstätte. Das „Stadion an der Hohenstaufenstraße“ ist klein, schnuckelig und idyllisch mit Blick auf den Hohenstaufen gelegen. Sehr dankbar ist er auch der Stadt Göppingen. Dank der exzellenten Zusammenarbeit konnte die Infrastruktur stetig verbessert werden.

Mit der sportlichen Situation zeigt er sich sehr zufrieden. Als Tabellen-Dritter der Oberliga Baden-Württemberg ist man die beste Amateurmannschaft im Bundesland. Den Aufstieg in die Regionalliga peilen die „Rot-Schwarzen“ in drei bis fünf Jahren an. Rosige Aussichten also! Das war aber nicht immer so. In der Saison 2006/2007 spielte man noch in der Bezirksliga Neckar/Fils. Mit Uli Haug als Trainer kam die Wende, wie Ingo Miede zu berichten weiß: „Dank Uli Haug, der die Mannschaft sieben Jahre exzellent trainierte und aufstellte, sind wir bis in die Verbandsliga Württemberg aufgestiegen. Das war eine großartige Leistung von ihm und dafür bin ich äußerst dankbar.“ In der Saison 2015/2016 gelang der Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Seitdem hat man sich in der oberen Tabellenhälfte etabliert.

Aber nicht nur auf dem Platz läuft es beim 1. Göppinger SV, auch abseits des Geläufes vollbringt man Spitzenleistungen. Ingo Miede ist stolz auf sein eingespieltes Team, das das „Event Heimspiel“ erst möglich macht. Vom Kartenverkauf über die Bewirtschaftung bis hin zum ausgeklügelten Sicherheitskonzept bei „Hochrisikospielen“ alles muss organisiert und personell besetzt sein. Am Freitagabend trifft sich das Organisationsteam zur Besprechung. Dank langjähriger Zusammenarbeit sind eine optimale Planung und Durchführung des Events eine Selbstverständlichkeit. „Bei uns greift ein Zahnrädchen ins Andere!“ stellt der 56-Jährige freudestrahlend fest und dankt seinem Team für das Engagement. „Besonders danken möchte ich Norbert Meister, Angelika Dorster, Roland Eller genannt „Aga“ und Günther Bühler, die seit Jahren zum Staff gehören und uns die Stange gehalten haben.“, so Ingo Miede weiter. Um einen reibungslosen Ablauf an Spieltagen garantieren zu können bedarf es etwa 15 Ehrenamtlichen. Bei den „Kracherspielen“ gegen die Stuttgarter Kickers und den SSV Reutlingen sind es gut doppelt so viele.

Das Gastspiel „der Blauen von der Waldau“ am Samstag wirft schon seine Schatten voraus, insbesondere bei Norbert Meister, genannt „Nobi“. Der 61-Jährige ist der Sicherheitsbeauftragte des 1. Göppinger SV und seit 1997 Mitglied. Er ist für die Einteilung der Ordner und Sicherheitskräfte zuständig. Ihm kommt also eine eminent wichtige Position zu. Bei „Hochrisikospielen“ ist er zusätzlich in stetigem Kontakt mit der Polizei. Alle zwei Jahre vermisst der 61-Jährige, in seiner Funktion als Geometer, das Spielfeld.
Eine wahre Institution und Urgestein ist Roland Eller, genannt „Aga“. Seit 33 Jahren ist der 56-Jährige der „Sonnenkönig der Stadionwurst“! Mit ganz viel Liebe und stets einem Lächeln auf den Lippen grillt und verkauft der Strahlemann die beste Rote in der Oberliga. Besonders schätzt er im Verein die Kameradschaft, seine Freunde und natürlich den Grill.
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