Abgesagt - Nachholpartie gegen SV Linx

In der Nachholpartie des dritten Oberliga-Spieltages möchte der SV Göppingen seine Erfolgsserie gegen den SV Linx fortsetzen.

Vor einem Monat hätte es die Paarung SV Göppingen gegen SV Linx bereits geben sollen, sie fiel den Quarantäne-Maßnahmen bei den Göppingern zum Opfer. Die Austragung an diesem Mittwoch um 19.30 Uhr war ebenso gefährdet, denn nun gibt es bei Linx drei Corona-Fälle. Aus diesem Grund fiel auch zuletzt das Spiel in Freiberg aus, so dass für die Truppe von Thomas Leberer momentan im Klassement sechs Spiele angezeigt werden, aus denen sie  13 Punkte sammelte bei einem Torverhältnis von 10:9. Bei den Gegentoren ist die 0:7-Heimpleite gegen den FSV 08 Bissingen, wo der Sportverein am Samstag gastiert, eingepreist.
Bild: Trug zum 4:1-Erfolg des Göppinger Sportvereins gegen Bruchsal bei: Gian Piero Falcone (in rot). © Foto: Peter Poller
Daran lässt sich erkennen, dass das Leberer-Ensemble über eine funktionierende Defensivarbeit verfügt. Nachdem der Klub in der abgebrochenen Corona-Spielzeit im Abstiegskampf steckte, kamen Oberliga-erfahrene Akteure wie Jean-Gabriel Dussot (Oberachern) oder Keven Feger (Villingen). Auf die leichte Schulter darf man den SV Linx demnach nicht nehmen, doch nach einer englischen Woche mit der Maximalpunktzahl kann der Göppinger SV mit breiter Brust in die Partie gehen im Wissen, dass die Siegchance hoch ist, wenn das volle Leistungsvermögen abgerufen wird.
Dieses zeigten die Rot-Schwarzen beim 4:1 über Bruchsal, als die Hausherren schlicht mehr Qualität auf den Rasen brachten. „Wir haben ruhig und sachlich gespielt“, konstatierte Coveli. „Wir wollten Bruchsal nicht in Ballbesitz kommen und sie laufen lassen. Wenn wir Fußball gespielt haben, hatte Bruchsal Probleme“, ergänzte der SV-Coach, der trotz schwieriger Platzbedingungen von seiner Mannschaft eben das einforderte: mit spielerischen Lösungen zum Erfolg zu kommen. Und seine Schützlinge gehorchten dem Chef, wie der 51-Jährige mit einem zufriedenen Lächeln feststellte: „Nach dem dritten Tor gingen riesige Räume auf, die wir zunächst nicht konsequent nutzten. Aber das vierte Tor war dann ein Spielzug, wie wir ihn im Training einüben. Das war sensationell gespielt und ein würdiger Schlusspunkt.“
„Es war eine harte englische Woche. Ein Lob an alle, was sie geleistet haben“, blickt Coveli zurück und gleichzeitig nach vorne, denn abermals ist eine Energieleistung nötig in einer weiteren englischen Woche. Doch die Belastung kann auf mehreren Schultern verteilt werden, denn die Einwechselspieler fügten sich gegen Bruchsal nahtlos ein, freute sich Coveli: „So stellt man es sich als Trainer vor, dass die Jungs von der Bank frische Impulse bringen.“ Markus Rekdal, Janick Schramm, Mergim Neziri und Gent Cerimi waren sofort im Spiel und ersetzten die vier ausgewechselten ohne erkennbare Qualitätsverluste. Mit Tobias Clauß, Marvin Leonhardt, Max Ziesche, Raphael Schneider und Max Hölzli waren weitere Alternativen auf der Bank, was die Breite des Kaders dokumentiert.
Coveli kann aus dem Vollen schöpfen und mit dem verletzten Jeffrey Idehen (Sprunggelenk) kommt eine Offensivkraft zeitnah zurück. Nach seinem Doppelpack wird Gentian Lekaj wohl erneut im Sturmzentrum auflaufen. Die 3-4-3-Formation mit den beiden Flügelstürmern Luca Piljek und Gian Luca Falcone brachte Lekaj die nötigen Hereingaben. „Genti investiert selbst wahnsinnig viel, er arbeitet immer für die Mannschaft. Mit seinen Toren hat er sich dafür belohnt. Ich hoffe, bei ihm kommt jetzt die Leichtigkeit zurück“, lobte Coveli den 1,90-Meter großen Lekaj. „Ich tue, was das Team braucht. Ich soll die Bälle festmachen und verteilen“, so der 27-Jährige, der viele Kilometer abspult. Manchmal läuft er gar zu viel, wie er selbst bekennt: „Ich muss lernen mir die unnötigen Wege zu sparen.“

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